Difference between revisions of "Moderne Physik am Samstagmorgen"

From Institute for Theoretical Physics II / University of Erlangen-Nuremberg

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sich bei Dunkler Materie jedoch handelt ist bis heute ein ungelöstes Rätsel.
 
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Mit dem Large Hadron Collider (LHC) am CERN könnte dieses gelöst werden.
 
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''Zur Person'': Prof. Hensel ist momentan Professor am [http://www.ecap.nat.uni-erlangen.de/index.shtml Erlangen Center for Astroparticle Physics] und arbeitet in der experimentellen Teilchenphysik.
  
 
* "'''Rätselhaftes Licht – aus der Welt der Quantenoptik'''" (Prof. Gerd Leuchs, 23. Juni)
 
* "'''Rätselhaftes Licht – aus der Welt der Quantenoptik'''" (Prof. Gerd Leuchs, 23. Juni)
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beschäftigen, lernt jeder für sich mit der Quantenwelt umzugehen.
 
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''Zur Person'': Prof. Leuchs ist Inhaber des Lehrstuhls für Optik und Gründungsdirektor des seit 2008 bestehenden Erlanger [http://www.mpl.mpg.de/mpf/php/ Max Planck Institutes für die Physik des Lichtes].
  
 
* "'''Kosmologie und Quantengravitation – die bizarre Welt auf der Planck-Skala'''" (Prof. Kristina Giesel, 7. Juli)
 
* "'''Kosmologie und Quantengravitation – die bizarre Welt auf der Planck-Skala'''" (Prof. Kristina Giesel, 7. Juli)
  
 
Man geht davon aus, dass die derzeitig existierenden physikalischen Theorien nicht mehr anwendbar sind bei winzig kleinen Abständen, nämlich auf der sogenannten Planck Längenskala (das sind ca. 10^-33 cm, viel kleiner als ein Atomkern). Aber was beschreibt die physikalischen Prozesse bei solch kleinen Abständen, die z.B. bei explodierenden Schwarzen Loechern und dem Urknall eine Rolle spielen? Eine naheliegende Vermutung ist, dass solch eine Theorie durch eine Quantisierung der Gravitation formuliert werden kann. In diesem Vortrag soll diskutiert werden, warum es so kompliziert ist Einstein's Allgemeine Relativitätstheorie mit der Quantentheorie in Einklang zu bringen, welche Ansaetze bereits existieren und wie diese Quantengravitationstheorien unsere Welt auf der Planck Skala beschreiben.
 
Man geht davon aus, dass die derzeitig existierenden physikalischen Theorien nicht mehr anwendbar sind bei winzig kleinen Abständen, nämlich auf der sogenannten Planck Längenskala (das sind ca. 10^-33 cm, viel kleiner als ein Atomkern). Aber was beschreibt die physikalischen Prozesse bei solch kleinen Abständen, die z.B. bei explodierenden Schwarzen Loechern und dem Urknall eine Rolle spielen? Eine naheliegende Vermutung ist, dass solch eine Theorie durch eine Quantisierung der Gravitation formuliert werden kann. In diesem Vortrag soll diskutiert werden, warum es so kompliziert ist Einstein's Allgemeine Relativitätstheorie mit der Quantentheorie in Einklang zu bringen, welche Ansaetze bereits existieren und wie diese Quantengravitationstheorien unsere Welt auf der Planck Skala beschreiben.
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''Zur Person'': Prof. Giesel ist Professorin für Theoretische Physik am Erlanger [http://theophys3.rrze.uni-erlangen.de/  Lehrstuhl für Quantengravitation].

Revision as of 16:40, 1 May 2012

Diese neue Vortragsreihe richtet sich an Schülerinnen, Schüler und interessierte Laien. An vier Samstagen im Sommer 2012 wird allgemeinverständlich über moderne Themen aus der Welt der Forschung berichtet. Dabei geht es um die folgenden aktuellen Themen:

  • "Dunkle Materie – Auf der Suche nach exotischer Materie mit der weltgrößten Maschine" (Prof. Carsten Hensel, 16. Juni)
  • "Rätselhaftes Licht – aus der Welt der Quantenoptik" (Prof. Gerd Leuchs, 23. Juni)
  • "Schwarze Löcher – Monster im All" (Prof. Jörn Wilms, 30. Juni)
  • "Kosmologie und Quantengravitation – die bizarre Welt auf der Planck-Skala" (Prof. Kristina Giesel, 7. Juli)

Die Vorträge finden jeweils Samstags um 11:15 statt, im Hörsaal F (Hörsaalgebäude Physik/Biologie in der Staudtstraße). Der Eintritt ist natürlich kostenlos.

Organisator: Prof. Florian Marquardt

Weitere Details zu den Vorträgen:

  • "Dunkle Materie – Auf der Suche nach exotischer Materie mit der weltgrößten Maschine" (Prof. Carsten Hensel, 16. Juni)

Seit fast 80 Jahren ist die Existenz Dunkler Materie bekannt. Um was es sich bei Dunkler Materie jedoch handelt ist bis heute ein ungelöstes Rätsel. Mit dem Large Hadron Collider (LHC) am CERN könnte dieses gelöst werden.

Zur Person: Prof. Hensel ist momentan Professor am Erlangen Center for Astroparticle Physics und arbeitet in der experimentellen Teilchenphysik.

  • "Rätselhaftes Licht – aus der Welt der Quantenoptik" (Prof. Gerd Leuchs, 23. Juni)

Die Quantenphysik beschreibt eine Welt, die durch unsere im Alltag geschulte Vorstellung nicht zu begreifen ist. Dies wird offenbar, wenn man konzeptionell einfache Experimente macht, für die man aber ein tiefes Verständnis entwickeln muss. Der Quantenphysik liegt eine erstaunlich erfolgreiche Theorie zugrunde, die sich in den letzten 100 Jahren auch bei der enormen Weiterentwicklung der Experimentiertechnik in dieser Zeit immer wieder glänzend bestätigt hat. Aber der Umgang mit ihr ist schwer, besonders dann wenn man mit einem einzelnen Quantensystem experimentiert. So kommt es, dass selbst Experten ab und zu Probleme haben, aus der Intuition heraus ohne aufwändige, detaillierte Rechnungen die richtigen Ergebnisse abzuschätzen. Bis heute werden immer wieder neue Experimente publiziert werden, bei denen Wissenschaftler um das richtige Verständnis ringen. Die Optik eignet sich besonders gut, um solche Aspekte der Quantenphysik zu demonstrieren. Indem wir uns mit diesen Beobachtungen beschäftigen, lernt jeder für sich mit der Quantenwelt umzugehen.

Zur Person: Prof. Leuchs ist Inhaber des Lehrstuhls für Optik und Gründungsdirektor des seit 2008 bestehenden Erlanger Max Planck Institutes für die Physik des Lichtes.

  • "Kosmologie und Quantengravitation – die bizarre Welt auf der Planck-Skala" (Prof. Kristina Giesel, 7. Juli)

Man geht davon aus, dass die derzeitig existierenden physikalischen Theorien nicht mehr anwendbar sind bei winzig kleinen Abständen, nämlich auf der sogenannten Planck Längenskala (das sind ca. 10^-33 cm, viel kleiner als ein Atomkern). Aber was beschreibt die physikalischen Prozesse bei solch kleinen Abständen, die z.B. bei explodierenden Schwarzen Loechern und dem Urknall eine Rolle spielen? Eine naheliegende Vermutung ist, dass solch eine Theorie durch eine Quantisierung der Gravitation formuliert werden kann. In diesem Vortrag soll diskutiert werden, warum es so kompliziert ist Einstein's Allgemeine Relativitätstheorie mit der Quantentheorie in Einklang zu bringen, welche Ansaetze bereits existieren und wie diese Quantengravitationstheorien unsere Welt auf der Planck Skala beschreiben.

Zur Person: Prof. Giesel ist Professorin für Theoretische Physik am Erlanger Lehrstuhl für Quantengravitation.