Difference between revisions of "Moderne Physik am Samstagmorgen"

From Institute for Theoretical Physics II / University of Erlangen-Nuremberg

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Diese neue Vortragsreihe richtet sich an Schülerinnen, Schüler und interessierte Laien. An vier Samstagen im Sommer 2012 wird
 
Diese neue Vortragsreihe richtet sich an Schülerinnen, Schüler und interessierte Laien. An vier Samstagen im Sommer 2012 wird

Revision as of 14:41, 16 June 2012

  • Achtung: Ab sofort finden die Vorträge in Hörsaal G statt!
Prof. Hensel beim ersten Vortrag der Reihe am 16. Juni

Diese neue Vortragsreihe richtet sich an Schülerinnen, Schüler und interessierte Laien. An vier Samstagen im Sommer 2012 wird allgemeinverständlich über moderne Themen aus der Welt der Forschung berichtet. Dabei geht es um die folgenden aktuellen Themen:

  • "Dunkle Materie – Auf der Suche nach exotischer Materie mit der weltgrößten Maschine" (Prof. Carsten Hensel, 16. Juni)
  • "Rätselhaftes Licht – aus der Welt der Quantenoptik" (Prof. Gerd Leuchs, 23. Juni)
  • "Schwarze Löcher – Monster im All" (Prof. Jörn Wilms, 30. Juni)
  • "Kosmologie und Quantengravitation – die bizarre Welt auf der Planck-Skala" (Prof. Kristina Giesel, 7. Juli)

Die Vorträge finden jeweils Samstags um 11:15 statt. Jeder Vortrag dauert ca. 45 Minuten. Danach gibt es Gelegenheit, Fragen zu stellen, so dass die gesamte Veranstaltung ca. 1 Stunde dauern kann. Die Vorträge finden statt im Hörsaal G (Hörsaalgebäude Physik/Biologie in der Staudtstraße). Die Buslinien 287 und 293 halten an der Haltestelle Sebaldussiedlung, von der aus der Hörsaal bequem zu erreichen ist (den Schildern nach, vorbei an dem Genetiklabor und an den zwei Bio/Physik-Gebäuden). An der Staudtstr. kann auch geparkt werden. Der Eintritt ist natürlich kostenlos.

Organisator: Prof. Florian Marquardt

Poster

FlyerModernePhysikAmSamstagMorgenSommer2012.jpg

Weitere Informationen zu den Vorträgen

  • "Dunkle Materie – Auf der Suche nach exotischer Materie mit der weltgrößten Maschine" (Prof. Carsten Hensel, 16. Juni)

Seit fast 80 Jahren ist die Existenz Dunkler Materie bekannt. Um was es sich bei Dunkler Materie jedoch handelt, ist bis heute ein ungelöstes Rätsel. Mit dem Large Hadron Collider (LHC) am CERN könnte dieses gelöst werden.

Prof. Hensel beim ersten Vortrag der Reihe am 16. Juni


Zur Person: Prof. Hensel ist momentan Professor am Erlangen Center for Astroparticle Physics und arbeitet in der experimentellen Teilchenphysik.

  • "Rätselhaftes Licht – aus der Welt der Quantenoptik" (Prof. Gerd Leuchs, 23. Juni)
Quantenoptisches Experiment (Quelle: MPL Erlangen)

Die Quantenphysik beschreibt eine Welt, die durch unsere im Alltag geschulte Vorstellung nicht zu begreifen ist. Dies wird offenbar, wenn man konzeptionell einfache Experimente macht, für die man aber ein tiefes Verständnis entwickeln muss. Der Quantenphysik liegt eine erstaunlich erfolgreiche Theorie zugrunde, die sich in den letzten 100 Jahren auch bei der enormen Weiterentwicklung der Experimentiertechnik in dieser Zeit immer wieder glänzend bestätigt hat. Aber der Umgang mit ihr ist schwer, besonders dann wenn man mit einem einzelnen Quantensystem experimentiert. So kommt es, dass selbst Experten ab und zu Probleme haben, aus der Intuition heraus ohne aufwändige, detaillierte Rechnungen die richtigen Ergebnisse abzuschätzen. Bis heute werden immer wieder neue Experimente publiziert werden, bei denen Wissenschaftler um das richtige Verständnis ringen. Die Optik eignet sich besonders gut, um solche Aspekte der Quantenphysik zu demonstrieren. Indem wir uns mit diesen Beobachtungen beschäftigen, lernt jeder für sich mit der Quantenwelt umzugehen.

Zur Person: Prof. Leuchs ist Inhaber des Lehrstuhls für Optik und Gründungsdirektor des seit 2008 bestehenden Erlanger Max Planck Institutes für die Physik des Lichtes.

  • "Schwarze Löcher - Monster im All" (Prof. Jörn Wilms, 30. Juni)
Schwarzes Loch (Computerbild: NASA)

Schwarze Löcher gehören zu den einfachsten aber auch faszinierendsten Vorhersagen der Relativitätstheorie. Im Universum können Schwarze Löcher sowohl als Überbleibsel von Explosionen sehr massereicher Sterne gefunden werden als auch als Monster mit Massen von vielen Millionen Sonnenmassen in den Zentren von Galaxien. Der Vortrag zeigt, wie Astronomen Schwarze Löcher im Universum suchen und welche Eigenschaften diese Objekte haben.

Zur Person: J. Wilms ist Professor für Astronomie und Astrophysik an der Remeis-Sternwarte in Bamberg/am Erlangen Center for Astroparticle Physics.

  • "Kosmologie und Quantengravitation – die bizarre Welt auf der Planck-Skala" (Prof. Kristina Giesel, 7. Juli)
Quantum Geometry copyright: Thomas Thiemann, Milde Marketing, Exozet Potsdam

Man geht davon aus, dass die derzeitig existierenden physikalischen Theorien nicht mehr anwendbar sind bei winzig kleinen Abständen, nämlich auf der sogenannten Planck Längenskala (das sind ca. 10^-33 cm, viel kleiner als ein Atomkern). Aber was beschreibt die physikalischen Prozesse bei solch kleinen Abständen, die z.B. bei explodierenden Schwarzen Löchern und dem Urknall eine Rolle spielen? Eine naheliegende Vermutung ist, dass solch eine Theorie durch eine Quantisierung der Gravitation formuliert werden kann. In diesem Vortrag soll diskutiert werden, warum es so kompliziert ist, Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie mit der Quantentheorie in Einklang zu bringen, welche Ansätze bereits existieren und wie diese Quantengravitationstheorien unsere Welt auf der Planck Skala beschreiben.

Zur Person: Prof. Giesel ist Professorin für Theoretische Physik am Erlanger Institute for Quantum Gravity.